Brief von Schuldirektor an Kreis
Im folgenden könnt ihr die erste noch erhaltene Korrespondenz von 1980 nachlesen. Wir haben euch den Inhalt des Briefes einmal abgeschrieben, damit er sich leichter lesen lässt. Weiter unten findet ihr eine Kopie des Originals, noch mit Schreibmaschine verfasst.
Betreff: Türkenproblem an der Städt. Gemeinschaftsgrundschule in
Sehr geehrter Herr Weck,
die stetig wachsende Zahl der türkischen Kinder ist für unsere Schule zu einem schweren Problem geworden. Sie überschreitet schon 30 % der Schüler. Dadurch wurden und werden Eltern abgehalten, ihre Kinder zu uns in eine „Türkenschule“, wie schon gesagt wird, zu schicken.
So haben wir im kommenden Schuljahr in den ersten Klassen ein Verhältnis von 50 zu 50.
Die Schulkonferenz möchte Sie daher bitten zu veranlassen, dass die türkischen Kinder auf beide Grundschulen im Rietberger Stadtkern verteilt werden, um die Gemeinschaftsschule so zu entlasten.
Da beide Schulen ab 1. 8. 80 gemeinsam in einem neuen Schulgebäude untergebracht sind, wäre der Einsatz unseres Türkischlehrers für beide Schulen kein Problem.
Außerdem möchte die Schulkonferenz fragen, ob eine zusätzliche Zuweisung von Lehrkräften möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen
W. Osthues